Online bestellen und die Waren per Post erhalten – im 21. Jahrhundert ist das bequem und alltäglich. Doch wie hat alles begonnen? Das Unternehmen „Werner Otto Versandhandel“ war eines der ersten, das den Versandhandel eingeführt hat. Mehr auf hamburgka.eu.
Vom ersten Katalog bis zum Online-Verkauf
Seine Geschichte beginnt das Unternehmen OTTO im August 1949 in Hamburg. Die Firma von Werner Otto galt damals als wirtschaftliches Wunder, doch der Gründer glaubte fest an den Erfolg. Der Verkauf der „Werner Otto Versandhandel“ begann mit einem Katalog, der 1950 erschien. Auf 14 Seiten wurden 28 Paar Schuhe präsentiert.
Sehr schnell wuchs das Geschäft, sodass die Gründer das Sortiment erweiterten. Ab 1956 konnte man bei OTTO Fahrräder und Elektrogeräte bestellen. Im Jahr 1958 erreichte der Umsatz des Unternehmens 100 Millionen Deutsche Mark.
Der rasche Erfolg erforderte eine größere Firmenzentrale. 1969 verlegte OTTO seinen Hauptsitz nach Bramfeld, wo er bis heute ansässig ist. Werner Otto führte als erstes Unternehmen eine Telefon-Hotline und elektronische Datenverarbeitung ein. Diese Technologien automatisierten zahlreiche Abläufe im Versandhandel.
Seit 1981 leitete der Sohn von Werner Otto, Michael Otto, das Unternehmen. Ab diesem Zeitpunkt begann OTTO, Geschäftsbeziehungen in anderen europäischen Ländern auszubauen. Es wurden Anteile an SportScheck und anderen Unternehmen erworben. So entstand die internationale Einzelhandelsgruppe Otto Group. Michael Otto setzte verstärkt auf Nachhaltigkeit und Umweltschutz.
OTTO war stets Vorreiter bei technischen Innovationen. Anfang der 1990er-Jahre wurde das Sortiment der Otto Group auf CD-ROM präsentiert. Die CD enthielt eine animierte Vorstellung des Unternehmens – ein technologischer Durchbruch für diese Zeit.
Ein entscheidendes Jahr war 1995. Die Otto Group stellte als eines der ersten Unternehmen ihre Produkte im Internet vor. Zu dieser Zeit nutzte nur ein kleiner Teil der deutschen Bevölkerung das Internet. Innerhalb von zwei Jahren wurden etwa 7 % der Bestellungen online abgewickelt.
Die otto.de-App und ihr Erfolg
OTTO erkannte, dass das Internet nicht nur als Vertriebskanal dient. Immer mehr Artikel von Michael Otto erschienen online, darunter das Projekt „Cotton made in Africa“. Anfang des 21. Jahrhunderts waren bereits 500.000 Artikel online verfügbar, und der E-Commerce-Umsatz übertraf erstmals den klassischen Versandhandel. Ein großer Teil des Verkaufs erfolgte über die Webseite otto.de.
2013 entwickelte OTTO eine eigene Software zur Optimierung von Online-Shops. 2014 wurde otto.de vollständig für alle Geräte – vom PC bis zum Smartphone – optimiert.
Der letzte OTTO-Katalog erschien 2018. Das Cover, das einst Hollywood-Stars zeigte, wurde durch ein Smartphone-Bild mit der Aufschrift „Ich bin jetzt eine App“ ersetzt. Damit erfolgte der endgültige Wechsel in die digitale Welt.
Seit 2019 öffnet sich OTTO als Plattform für Partnerunternehmen. Dieser Schritt vergrößerte die Zahl der Partner erheblich und erweiterte das Produktsortiment für die Kunden. Unternehmen und Marken betrachten es als Privileg, ihre Produkte auf der OTTO-Plattform zu präsentieren, da deren Reputation im Handel stetig wächst.

Seit 2024 kooperiert OTTO mit der modernen Streetwear-Marke Mojo of the Hoods. Auf einer limitierten Serie von Sweatshirts und T-Shirts von Mojo ist der Slogan „OTTO… find’ ich gut!“ zu sehen. Dieser bekannte Werbespruch von OTTO unterstreicht die Einfachheit und Bequemlichkeit der Marke Mojo.