Cornelia Poletto, die gebürtige Hamburgerin, hat sich als Spitzenköchin in Hamburg und darüber hinaus einen Namen gemacht. Fans bewundern sie für ihr kulinarisches Talent, ihre Zielstrebigkeit und ihre positive Ausstrahlung. Viele sind überrascht, dass Cornelia – anders als viele ihrer erfolgreichen Kollegen – nicht aus einer Gastronomenfamilie stammt oder ein reiches Erbe angetreten hat. Wir verraten Ihnen hier spannende Fakten aus dem Leben von Cornelia Poletto.
Der Weg an die kulinarische Spitze
Cornelia Poletto wurde 1971 in Hamburg geboren. Ihr Vater war ein bekannter Gynäkologe in der Elbmetropole. Nach der Trennung ihrer Eltern verbrachte sie den Großteil ihrer Kindheit bei ihrer Mutter und später mit ihrem Stiefvater. In Interviews erwähnt sie oft ihren Kindheitstraum, Tierärztin zu werden. Dieser Wunsch ging nicht in Erfüllung, doch sie fand ihre wahre Berufung in der Gastronomie. Dieser Bereich lag ihr ebenfalls sehr am Herzen, anfangs betrachtete sie ihn jedoch nur als Hobby.
Interessanterweise spielte das Kochen in Cornelias Familie immer eine große Rolle. Ihre Mutter experimentierte leidenschaftlich gern in der Küche, und am Wochenende ging die Familie oft ins Restaurant. Das lag nicht etwa daran, dass man zu Hause nicht kochen wollte, sondern man war stets auf der Suche nach neuen Geschmackserlebnissen. Cornelias Stiefvater besaß eine eigene Sammlung von Kochbüchern, aus denen sie das Kochen erlernte.
In ihrer Schulzeit entdeckte Cornelia ihre Liebe zum Backen, ihr Talent wurde von allen nahenstehenden Personen bemerkt. Nach dem Abitur zog sie nach Bayern, um dort eine Hotelfachschule zu besuchen. Anschließend gelang ihr ein Praktikum bei Heinz Winkler, dem berühmten deutschen Koch italienischer Abstammung. Winkler entwickelte Gastronomiekonzepte, wurde mit drei Michelin-Sternen ausgezeichnet und war in der kulinarischen Welt der 1980er und 1990er Jahre in aller Munde.
Die Arbeit in Winklers Betrieb verschaffte Cornelia Poletto unschätzbare Erfahrungen. Nach dem Praktikum kehrte sie in ihre Heimatstadt Hamburg zurück und setzte dort ihre berufliche Laufbahn fort.

Der Erfolg in der Heimat
1995 heuerte Cornelia Poletto in einem angesehenen Hamburger Restaurant an, dessen Küchenchefin Anna Sgroi war. Sie bekam eine Stelle als Souschefin und zeigte schnell hervorragende Arbeitsergebnisse. Das Restaurant war auf italienische Küche spezialisiert. Anna Sgroi, die sich bereits als Spitzenköchin in Europa einen Namen gemacht hatte, gab Cornelia ihr Wissen und ihre Küchengeheimnisse weiter. Die Zusammenarbeit mit solchen Koryphäen der Kochkunst prägte Cornelia Poletto. Und so eröffnete sie im Jahr 2000 ihr erstes eigenes Restaurant.
Das Lokal hieß „Poletto“ und befand sich in Eppendorf, einem der ältesten Stadtteile im Norden Hamburgs. Da es dort nicht so viele Restaurants gab wie in den zentralen Vierteln, wurde das Lokal schnell populär. Es wurde mit einem Michelin-Stern prämiert und zeichnete sich durch hochwertige Speisen, ausgefallene Gerichte und ansprechende Präsentationen aus. Cornelia Poletto lebte förmlich für ihre Arbeit. Das Restaurant expandierte rasant, beschäftigte die besten Köche, und die Zahl der Stammgäste wuchs stetig.
Leider musste das „Poletto“ nach zehn erfolgreichen Jahren schließen. Dies lag daran, dass das Gebäude, in dem es untergebracht war, verkauft wurde. Doch das brachte Cornelia Poletto nicht aus der Bahn. Schon ein Jahr später eröffnete sie ein neues, noch größeres Konzept.
Expansion und Weiterentwicklung

Das neue Restaurant hieß „Cornelia Poletto“. Genauer gesagt, es war weit mehr als nur ein Restaurant: Das „Cornelia Poletto“ war ein einzigartiger Delikatessenladen, an den ein Restaurant und die Räumlichkeiten für eine Kochschule angeschlossen waren. Das neue Konzept kam bei den Hamburgern sofort gut an. Die Gäste des Restaurants schätzten die gemütliche Atmosphäre – jeder Besucher fühlte sich willkommen und freundlich aufgenommen.
Das ist kein Wunder, denn die Gründerin des „Cornelia Poletto“ verfolgte das Konzept der Barrierefreiheit. Sie wollte, dass sich in ihrem Lokal niemand fehl am Platz fühlte. Und es gelang Cornelia, ihrem Konzept treu zu bleiben. Im „Cornelia Poletto“ kehrten sowohl diejenigen ein, die nach Feierabend einfach ein Glas Wein trinken wollten, als auch diejenigen, die ein exquisites Dutzend-Gänge-Menü wünschten.
2013 begrüßte Cornelias Kochschule, die „Cucina Cornelia Poletto“, ihre ersten Schüler. Dort lernten sowohl Hamburger als auch Interessierte aus benachbarten Regionen. Die Kochschule bot Kurse für unterschiedliche Kenntnisstände an, ganz nach den Vorlieben und vorhandenen Fähigkeiten der Teilnehmer.

Im Jahr 2022 eröffnete Cornelia Poletto ein weiteres Restaurant, direkt neben dem „Cornelia Poletto“. Sie benannte es nach ihrer Tochter – „Paolas“. Es ist eine Gastronomie-Bar, die für eine riesige Auswahl an Signature-Drinks bekannt ist. Darüber hinaus war Cornelia Poletto Mitbegründerin weiterer Lokale, die nicht nur in Hamburg, sondern auch in anderen deutschen Städten und im Ausland eröffnet wurden.
Die TV-Karriere

Schon bei der Eröffnung ihres ersten Restaurants im Jahr 2000 zog Cornelia Poletto die Aufmerksamkeit der Hamburger Medien auf sich. Die Öffentlichkeit verfolgte gespannt den Erfolg der jungen Köchin, die ohne reiche Eltern im Rücken konsequent ihre Karriereleiter erklomm. Cornelia wurde bald zur Teilnahme an verschiedenen TV-Projekten eingeladen. Eine ihrer ersten Auftritte war in der Kochshow „Lanz kocht“, bei der die Hamburgerin als Gastköchin dabei war.
2007 startete ihre eigene Kochshow im deutschen Fernsehen. Sie trug den Titel „Polettos Kochschule“. Cornelia kam bei den Zuschauern gut an, die ihre positive Ausstrahlung und die Bodenständigkeit der Spitzenköchin lobten. Daher wurde sie immer häufiger in andere Kochsendungen eingeladen, insbesondere solche, die sich mit der Suche und Förderung junger Talente befassten.
Privatleben
Obwohl Cornelia Poletto ihr Privatleben nicht gänzlich verbirgt, teilt sie in Interviews und auf Social Media doch hauptsächlich ihre beruflichen Erfolge. Es ist bekannt, dass sie ihr erstes Restaurant mit ihrem ersten Ehemann eröffnete: Remigio Poletto, ein professioneller Sommelier, der maßgeblich an der Eröffnung und Entwicklung des „Poletto“ beteiligt war. Im Jahr 2002 wurde das Paar Eltern einer Tochter.
Zur Zeit der Eröffnung ihres zweiten Restaurants, „Cornelia Poletto“, war die Ehe bereits geschieden. Über einige Jahre widmete Cornelia ihre gesamte Zeit und Energie ihrer Arbeit und ihrer Tochter. 2015 heiratete sie erneut. Ihr Auserwählter ist der Geschäftsführer eines großen Transportunternehmens. In Interviews betont Cornelia Poletto, dass sie und ihr zweiter Ehemann die Leidenschaft für gutes Essen teilen. Und es hat sich gezeigt, dass dies tatsächlich ein starkes Fundament für eine glückliche Ehe sein kann.
Interessante Fakten

Hier sind einige spannende Fakten über Cornelia Poletto:
- Cornelia ist bekannt für ihre Liebe zur italienischen Küche, die sie schon während ihrer Zeit als Souschefin im Restaurant von Anna Sgroi entdeckte. Trotz der vielen exquisiten Gerichte verschiedener Küchen, die Cornelia probieren durfte, bleibt Pasta ihr absolutes Lieblingsgericht.
- Cornelia Poletto verfolgt die Trends in der kulinarischen Welt bei der Gestaltung ihrer Konzepte und Menüs. Sie sagt jedoch, dass ein Trend definitiv nichts für sie sei: die Umstellung auf pflanzliche Kost. Cornelia liebt Fleisch und Fisch und plant daher nicht, in ihrer Ernährung und in den Menüs ihrer Lokale darauf zu verzichten.
- Das Geheimnis des tadellosen Geschmacks der Gerichte in Cornelias Lokalen sind hochwertige Produkte. Sie ist überzeugt: „Ein wirklich gutes Gericht kann nur aus wirklich guten Produkten entstehen.“ Sie wählt die Zutaten sorgfältig aus und kontrolliert persönlich die Arbeit der Lieferanten im Restaurant.
- Trotz ihres vollen Terminkalenders findet Cornelia Poletto Zeit für wohltätige Zwecke und engagiert sich im gesellschaftlichen Leben der Hamburger. Sie ist beispielsweise Schirmherrin des Kinderkrankenhauses Altona und unterstützt finanziell und moralisch Familien, die aufgrund von Gesundheitsproblemen in Not geraten sind. Außerdem wurde Cornelia Mitglied der UNESCO-Stiftung „Bildung für Kinder in Not“.