Der Name Peter Schmidt ist in der Welt der Mode und des Designs seit Langem bekannt. Theaterliebhaber kennen seine Bühnenbilder und Kostüme gut. Doch seinen größten Erfolg feierte Schmidt im Verpackungsdesign. Seine Flakons werden seit Jahren von bekannten Parfümmarken genutzt, und Modekenner sind stolz darauf, mit ihm zusammenzuarbeiten. Mehr auf hamburgka.eu.
Haupttätigkeitsfeld – Parfümverpackungsdesign
Peter Schmidt wurde 1937 in Bayreuth geboren. Zunächst studierte er Lithografie, danach setzte er seine Ausbildung an der Kunsthochschule Kassel fort. 1967 ließ sich Peter Schmidt in Hamburg nieder und gründete das Designstudio Peter Schmidt Studios.
Das Büro von Peter Schmidt Studios befindet sich in der HafenCity Hamburg. Der Designer kommt jeden Morgen dorthin. Sein Hauptarbeitsbereich ist die Gestaltung von Parfümflakons. Die Inspiration für seine Flakons stammen von chinesischen Schnupftabakfläschchen, die einst kunstvoll verziert wurden und zur Aufbewahrung von Tabak, Naturheilmitteln, ätherischen Ölen und sogar Opium dienten. Mit der Zeit wurden solche kleinen Flakons für Parfüm genutzt. Oft vermittelt das Design des Flakons bereits einen Eindruck vom Duft – dessen Noten, Komplexität und Zusammensetzung. Große Parfümmarken legen daher viel Wert auf das äußere Erscheinungsbild ihrer Flakons, da dies maßgeblich über den Erfolg eines Produkts entscheidet.
Peter Schmidt widmet seiner Arbeit höchste Sorgfalt – jeder seiner Flakons ist ein echtes Kunstwerk und Ausdruck kreativer Fantasie. Er ist der Schöpfer der Flakons für Wolfgang Joop, Davidoff’s Cool Water, Tabac, 4711 und viele andere. Seine Designs entsprechen stets den aktuellen Trends und sprechen die Verbraucher an. Laut Marktforschern ist das Verpackungsdesign von Schmidt genau das, was Kunden sich von einem renommierten Kosmetikunternehmen wünschen.
Flakons für Jil Sander und Laura Biagiotti
Für das Parfüm „Woman Pure“ von Jil Sander entwarf Peter Schmidt einen minimalistischen Flakon, der die Markeninhaberin begeisterte. Jil war von dem Design so angetan, dass sie den Designer voller Freude umarmte und ihm sagte, dass dies genau das sei, was sie sich vorgestellt hatte. Der Designerflakon „Woman Pure“ wurde im Museum of Modern Art in New York ausgestellt – eine große Ehre für Peter Schmidt, die seine Arbeit würdigte.
Der minimalistische Designstil war das Ergebnis langjähriger kreativer Forschung und Erfahrung, die Schmidt auf seinen Reisen in verschiedene Länder sammelte. Er hatte das Glück, in Japan, China, Italien und den USA Inspiration zu finden.

Auf Wunsch von Laura Biagiotti entwarf er eine Verpackung, die an antike römische Säulen erinnert. So entstand der schlichte und elegante Flakon des Dufts „Roma“, der unverwechselbar ist.
Weitere Tätigkeitsbereiche von Peter Schmidt
Peter Schmidt beschränkte sich nicht nur auf die Gestaltung von Flakons, auch wenn er in diesem Bereich nahezu konkurrenzlos war. Sein kreatives Potenzial verlangte nach neuen Herausforderungen.
Ende des 20. Jahrhunderts entwarf Peter Schmidt Bühnenbilder für Oper und Ballett, insbesondere in Zusammenarbeit mit dem Hamburger Ballettdirektor John Neumeier. Er beteiligte sich zudem an der Renovierung der Hamburgischen Staatsoper und des Konzertsaals in Bamberg. Schon seit seiner Jugend hatte er eine tiefe Wertschätzung für das Theater und nahm seine Arbeit in diesem Bereich besonders ernst.
Im Jahr 2015 kooperierte Peter Schmidt mit der Firma Bocksbeutel PS und entwarf eine einzigartige Weinflasche. Dank ihres außergewöhnlichen Designs ist die Marke heute in vielen Ländern bekannt.
2014 stellte Peter Schmidt seine Geschäftspartner Daniel Belliero und Marcel Zandée vor. Seitdem trägt sein Studio den Namen „Peter Schmidt, Belliero & Zandée“. Die Mitarbeiter des Studios arbeiten unermüdlich an neuen Designkonzepten.